DJK verstärkt Trainerteam mit Sait Yasar

Die DJK Vierlinden verpflichtet zur kommenden Saison Trainer Sait Yasar. Ab der Spielzeit 2021/22 zeichnet der 51-Jährige gemeinsam mit Almir Duric für die Bezirksliga-Fußballer verantwortlich. Der A-Lizenz-Inhaber wechselt vom SV Genc Osman II zur DJK.

„Es war schon länger mein Wunsch, gemeinsam mit Almir eine Mannschaft zu trainieren. Dass das jetzt in Vierlinden funktioniert, ist großartig. Ich freue mich schon darauf, das Team richtig kennenzulernen und bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam Erfolg haben werden“, sagt Yasar.

Duric schätzt vor allem die Erfahrung und die Motivationskünste Yasars. „Besonders im Umgang mit jungen Spielern“, sagt er. Der 42-Jährige ergänzt: „Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam ein Team formen können, mit dem wir den Klassenerhalt sicher schaffen, wieder weniger Gegentore bekommen und uns vor allem in den Heimspielen steigern.“

Als Spieler war Yasar unter anderem in der Landesliga aktiv. Nachdem er seinen Schiedsrichterschein gemacht und zehn Jahre Partien in Duisburg und Umgebung geleitet hat, begann er vor etwa 20 Jahren eine Karriere als Trainer.

Stationen als Spieler: Hamborn 07, Hertha Hamborn, Basakspor

Stationen als Trainer: VfB Lohberg, Rheinland Hamborn, Hertha Hamborn, TSV Bruckhausen, Mülheimer FC Vatangücü, FSV Duisburg, Genc Osman II

Familienstand: verheiratet, zwei Kinder

Wohnort: Dinslaken

Beruf: Selbstständig (Inhaber eines Sonnenstudios in Walsum)

INTERVIEW

Hallo Sait – und herzlich willkommen im Klub! Auf was für einen Coach kann sich Vierlinden einstellen?

Sait Yasar: „Auf einen Trainer, der sehr ehrgeizig ist und sich im Fußballkreis bestens auskennt. Ich bin in der Lage, ein Spiel zu lesen und wenn nötig, auch eingreifen kann. Ein Beispiel: Es gibt nur wenige Trainer, die sich trauen, während eines Spiels drei Spieler zeitgleich vom Platz zu holen. Ich habe damit kein Problem und hatte in der Vergangenheit mit meiner Art viel Erfolg.“

Würdest du dich also selbst zur Trainerkategorie „harter Hund“ zählen?

Sait: „Egal bei welchem Verein ich bin: Mein Ziel ist, Erfolg zu haben. Dazu gehört es auch, dass die Spieler ihre Grenzen kennen und Fehler klar angesprochen werden. Aber die Zeiten, in der die Trainer fast ausschließlich harte Hunde waren, sind vorbei. Ich muss auch der Kumpeltyp sein können. Wenn ich meine Spieler sehe, muss ich ihnen in die Augen schauen können und sofort wissen, wie ich sie ansprechen muss. Vor allem bei der jungen Generation ist der richtige Umgang oft entscheidend. Nur draufzuhauen, führt zu nichts.“

Wie kam der Kontakt nach Vierlinden zustande?

Sait: „Über den Sohn meines Schwagers. Yalcin Nezir hat einige Jahre für die DJK gespielt und ich habe viele Partien am Spielfeldrand miterlebt. Außerdem wollte schon seit längerer Zeit mal gemeinsam mit Almir eine Mannschaft führen. Aus meinem Interesse an Vierlinden habe ich nie einen Hehl gemacht. Toll, dass es jetzt geklappt hat.“

Obwohl der Amateursport nach wie vor ruht: Wie ist dein erster Eindruck vom Verein?

Sait: „Den Vorstand kenne ich schon seit mehreren Jahren und ich habe mich bei den Gesprächen gleich wertgeschätzt gefühlt. In Vierlinden gibt es viel Potenzial. Wie bei meinen vorherigen Stationen werde ich auch bei der DJK das Wohl des Vereins über alles andere stellen – schließlich arbeite ich nicht für mich oder mein Ego.“

Du warst fast zehn Jahre auch als Schiedsrichter aktiv, ehe du eine Karriere als Trainer gestartet hast. Inwiefern hilft dir das bei deiner jetzigen Aufgabe?

Sait: „Ich kann am Spielfeldrand auch mal lauter werden, aber ich weiß, ab welchem Punkt ich mich zurückhalten muss. Auf Schiedsrichter einzureden oder diese gar zu beleidigen, ist sinnlos. Dann wird höchstens auf der nächsten Versammlung der Unparteiischen schlecht über deine Mannschaft und deinen Verein gesprochen. So etwas wird es bei mir nicht geben und das ist auch nicht meine Art. Ich will mit gutem Beispiel vorangehen. Bislang hat das gut funktioniert: Ich wurde noch nie hinter die Barriere geschickt.“

Vierlinden ist jetzt deine achte Trainerstation. Was waren deine größten Erfolge?

Sait: „Bei einigen Vereinen wurde ich als ‚Feuerwehrmann‘ verpflichtet. Vatangücü hat mich damals geholt, als sie mit null Punkten am Tabellenende der Bezirksliga standen. Ich habe sie als Neunter bei 38 Punkten übergeben. Mit Rheinland Hamborn bin ich in die Bezirksliga aufgestiegen und mit dem FSV Duisburg in die Landesliga. Es gab einige tolle Momente.“

Wie gut kennst du unsere Mannschaft schon?

Sait: „Die Koncic-Zwillinge habe ich natürlich schon oft gesehen und weiß, was sie draufhaben. Auch bei einigen weiteren weiß ich ganz genau, wo ihre Stärken und Schwächen liegen. In der Vorbereitung werden wir uns schon gut genug kennenlernen.“

Was ist dein Wunsch für die kommende Spielzeit?

Sait: „Mein Wunsch ist, dass wir die Liga sicher halten und um die ersten fünf Plätze mitspielen.“

Das Gespräch führte
Sebastian Bergmann

Sebastian Bergmann

Sebastian ist seit 1988 Mitglied bei der DJK Vierlinden und sowohl in der Fußball- als auch Basketballabteilung aktiv. 2009 übernahm er den Posten des Vereinspressesprechers und ist seit 2019 zudem Geschäftsführer des Fördervereins.